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periode 1240-1495

Die Zisterzienserinnen und die Mystik
Herkenrode wird ein Wallfahrtsort

Ab 1240 stagniert die wirtschaftliche Entwicklung der Abtei und sie erhält auch weniger Schenkungen. Aber trotz der Bedrohungen, die von der Kriegssituation in Lüttich ausgehen, gelingt es den Äbtissinnen, den Besitz der Abtei langsam, aber sicher auszubauen.

Um 1275 hält sich die berühmte Mystikerin Elisabeth von Spalbeek in der Nähe der Abtei auf. Die Kunde von ihren Visionen und ihrem täglichen Erleben der Passion Christi verbreitet sich bis weit über die Grenzen der Grafschaft. Elisabeth sorgt auch dafür, dass die Reliquien der hl. Ursula und ihrer elftausend Gefährtinnen zur Abtei umziehen. Die Reliquien verleihen den Gebeten der Nonnen noch mehr Kraft und locken zahllose Pilger nach Herkenrode.

Während der Hungersnot von 1317 wird das „Heilige Sakrament vom Mirakel“ nach Herkenrode gebracht. Die blutende Hostie erhöht abermals das Ansehen der Abtei als bedeutender Wallfahrtsort und verschafft ihr somit neue Einkünfte.

Von 1335 bis 1495 gerät die Abtei in den Strudel kriegerischer Auseinandersetzungen. Kurze Blütezeiten, während derer neues Land und neue Leibrenten erworben werden können, wechseln sich mit Perioden ab, in denen die Äbtissinnen hohe Darlehen aufnehmen müssen, um die Existenz der Abtei abzusichern.

Ab 1250 war Herkenrode ein Schauplatz kriegerischer Auseinandersetzungen. Ganz in der Nähe der Abtei kämpften die Truppen des Fürstbischofs gegen die Bürger von Lüttich. Der Friede von Fehxe verschaffte der Abtei eine kurze Ruhepause. Aber der Erbfolgekrieg der Grafen von Loon ist für den Fürstbischof abermals ein Anlass, wieder in die Schlacht zu ziehen. Ab 1366 hat der Fürstschof den Titel eines Grafen von Loon inne.

Die Kriegshandlungen werden noch geraume Zeit andauern. Bis 1495 leidet die Abtei unter den Auseinandersetzungen zwischen den Burgunderherzögen und dem Fürstbistum Lüttich.

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